MUSEUM2026-06-24T15:17:27+02:00

MUSEUM

Kronberger Malerkolonie

Aktuelle Ausstellung

Jubiläumsausstellung:
25 Jahre Stiftung Kronberger Malerkolonie

28. Juni – 11. Oktober 2026

JUBILÄUMSAUSSTELLUNG:
25 Jahre Stiftung Kronberger Malerkolonie

Eine Auswahl aus 25 Jahren Sammelleidenschaft von der Romantik bis zum Impressionismus.

Die Kronberger Malerkolonie zählt bekanntlich zu den frühesten deutschen Künstlerkolonien. Zwischen 1850 und 1945 arbeiteten nachweislich über 100 Künstler in Kronberg, darunter so bekannte Namen wie Wilhelm Trübner, Otto Scholderer oder Philipp Franck. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung Kronberger Malerkolonie zeigt das Museum eine Ausstellung über die rund hundertjährige Geschichte der Künstlerkolonie. Anhand von ausgewählten Werken aus der Sammlung lässt sich die Entwicklung von der späten Romantik über die Freiluftmalerei bis zum Impressionismus nachvollziehen.

Zu den Highlights der Sammlung gehören die sogenannten Rheinaquarelle eines der Gründer der Malerkolonie: Jakob Fürchtegott Dielmann. Der 1809 in Frankfurt geborene Künstler absolvierte 1822 zunächst eine Lehre bei dem Lithographen und Kunstverleger Friedrich Carl Vogel. Dort lernte er auch den Landschafts- und Genremaler sowie späteren Städelprofessor Jakob Becker kennen. Gemeinsam erhielten sie Anfang der 1830er Jahre von der Frankfurter Lithographischen Anstalt Vogel & Fink den Auftrag, eine malerische Ansicht des Rheins von Mainz bis Koblenz anzufertigen: 1834 erhielt Dielmann vom Verleger Jügel den Auftrag 28 Blätter der „Malerischen Ansichten der Bäder Wiesbaden, Schlangenbad, Ems und ihrer Umgebung“ anzufertigen; Stiche, die sich bei den Kurgästen als Reiseandenken großer Beliebtheit erfreuten. Um 1840 setzte Dielmann das Thema fort und fertigte 48 Aquarelle an, die einen spontanen Zugriff auf die Motive der zahlreichen Burgen und Schlösser entlang des Rheins und der Lahn zeigen. Sie wirken außerordentlich atmosphärisch und lebendig und stehen in der Tradition der Ende des 18. Jahrhunderts vor allem in England einsetzenden Rheinromantik, die mitunter von einem mystisch-religiösen Naturgefühl geprägt war.

Als Beispiel sei hier die „Burg Rheinstein“ genannt, deren dramatische Lage auf einem steil zum Rhein abfallenden Felsvorsprung bei Assmannshausen bereits viele Rheinreisende und Vedutenzeichner beeindruckt hatte und mit zahlreichen Raubrittersagen verknüpft wurde. Auch in Dielmanns Aquarell überragt die imposante Burg die Landschaft. Eine Pferdekutsche am Ufer des Rheins und ein dampfendes Schiff auf dem Fluss mildern jedoch etwas die romantische Ehrfurcht vor der Naturschöpfung und betonen eher den aufkommenden Rheintourismus in dieser Zeit. Die kleinen lichtempfindlichen Aquarelle bilden das Herzstück der Sammlung. Sie sind nach langer Zeit endlich einmal wieder zu sehen.

Natürlich dürfen die Werke der weiteren Gründungsväter Anton Burger und Philipp Rumpf und ihrer Schüler, darunter Fritz Wucherer und Nelson G. Kinsley, nicht fehlen. Sie sind bereits in der Dauerausstellung im Erdgeschoss vertreten.

Ein weiteres Glanzstück kam im letzten Jahr zur Sammlung hinzu: Das großformatige Landschaftsgemälde „Im Falkensteiner Wald“ von Philipp Franck aus dem Jahr 1918. Franck war einst Burger-Schüler in Kronberg und zählte später in Berlin neben Max Liebermann zu den Mitbegründern der Berliner Secession. Das Bild wurde zwischenzeitlich restauriert und steht jetzt im Zentrum der Präsentation im Erdgeschoss, ganz in der Nähe der beliebten „Kronbergansicht mit dem Altkönig“ von 1916, ebenfalls von Philipp Franck.

Neue Zustiftungen und ausgewählte Ankäufe zeugen von 25 Jahren Sammelleidenschaft und laden zum Entdecken neuer und Wiedersehen längst bekannter Werke ein. Hierfür hat die Stiftung Kronberger Malerkolonie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt.

Philipp Franck, Kronberg mit dem Altkönig, 1916, Öl/Leinwand, Stiftung Kronberger Malerkolonie

Philipp Franck, Im Falkensteiner Wald, Öl/Leinwand, 1918, Stiftung Kronberger Malerkolonie

Jakob Fürchtegott Dielmann, Burg Rheinstein, Aquarell, um 1846, Stiftung Kronberger Malerkolonie

Kontakt

MUSEUM KRONBERGER MALERKOLONIE

  • 06173 92 94 90

  • info (at) kronberger-malerkolonie.com

ÖFFNUNGSZEITEN MUSEUM

Mittwoch:
15:00 – 18:00 Uhr

Samstag:
12:00 – 18:00 Uhr

Sonn- und Feiertage:
11:00 – 18:00 Uhr

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Villa Winter
Heinrich-Winter-Str. 4a
61476 Kronberg im Taunus

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Festakt am 12. Sept. 2026, ab 16.00 Uhr

25 Jahre Stiftung
Kronberger Malerkolonie

25. Oktober – 14. März 2027

Philipp Franck
(1860 – 1944)

Leuchtende Aquarelle eines deutschen Impressionisten

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