Philipp Franck
Leuchtende Aquarelle eines deutschen Impressionisten

25. Oktober – 14. März 2027

Philipp Franck
Leuchtende Aquarelle eines deutschen Impressionisten

„Ihnen ist die Natur genug, um aus ihr ein Kunstwerk zu schaffen“, urteilte der deutsche Impressionist Max Liebermann in seiner Festrede anlässlich des 70. Geburtstags über seinen Künstlerkollegen Philipp Franck im April 1930. Der in Frankfurt geborene Franck hatte von 1877 – 79 am Städelschen Kunstinstitut studiert und danach zwei Jahre lang das Atelier von Anton Burger in Kronberg besucht.
Um sein Studium zu vervollkommnen und nicht zu „verburgern“ ging Franck bis 1881 an die Düsseldorfer Akademie. Bald darauf zog es ihn nach Benrath, wo er sich in einem Bauernhof einmietete, von dem er später schrieb: „Ein Stückchen Cronberg stand wieder auf“. Und obwohl der Kontakt zu Anton Burger weitgehend abgerissen war, blieb Franck dem Taunus zeitlebens verbunden. Bis 1937 kehrte Franck immer wieder nach Kronberg zurück.

1892 wurde Franck als Lehrer an die Königliche Kunstschule in Berlin berufen und dort sechs Jahre später zum Professor ernannt. Seine Lehrtätigkeit in Berlin ist von modernen Reformbestrebungen geprägt, daneben zählt er zu den Mitbegründern der Neuen Secession. In der Umgebung Berlins, am Wannsee und im Spreewald fand Franck ebenso reizvolle Landschaftsmotive wieder, wie er sie seinerzeit im Taunus schätzen gelernt hatte. 1910 ließ er sich nahe des Wannsees in der Nachbarschaft von Max Liebermann nieder, um in einer abermals idyllischen Umgebung zu leben und zu malen.

Das Aquarell spielt in Philipp Francks Oeuvre eine wichtige Rolle. Sind aus der frühen Schaffenszeit des Künstlers nur einzelne Beispiele bekannt, übertreffen ab den 1920er Jahren die Aquarelle zahlenmäßig sogar die Anzahl seiner Gemälde. Für Franck galten Aquarelle keinesfalls nur als Vorstudien zu seinen Gemälden. Er fertigte sie autonom, als eigenständige Kompositionen an. Der farbenfrohe, lasierende und mit lockerem Pinselstrich ausgeführte Farbauftrag gestattete es Franck vielmehr seine Bildideen spontan und unmittelbar zu Papier zu bringen. Noch heute bestechen viele dieser Aquarelle durch ihre leuchtende Farbigkeit, als wären sie gerade erst im Atelier frisch getrocknet.

Neben kraftvollen Taunus- und Wannseemotiven bieten stimmungsvolle, zarte oder leuchtende Aquarelle aus seinem Familien- und Bekanntenkreis einen eindrucksvollen Einblick in das reichhaltige Schaffen des Künstlers. Franck hat zwischen den künstlerischen Strömungen des Impressionismus und Expressionismus einen ganz eigenständigen Weg in die Moderne gefunden.

Philipp Franck, 1929, Aquarell, Stiftung Kronberger Malerkolonie

Philipp Franck, Birkenwald, 1943, Aquarell, Stiftung Kronberger Malerkolonie

©LGryze

Philipp Franck, Paar auf dem Sofa, 1926, Aquarell, Stiftung Kronberger Malerkolonie

©LGryze

Philipp Franck, Selbstbildnis, 1927, Aquarell, Stiftung Kronberger Malerkolonie

Kontakt

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  • info (at) kronberger-malerkolonie.com

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Villa Winter
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61476 Kronberg im Taunus

2026-09-21T18:10:42+02:00

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